Wettkämpfe und Events

Winterlaufserie Goldbach 25/26

13.01.2026

Winterlaufserie 2025/2026 in Goldbach – 20 Jahre LAUFZiel Aschaffenburg: Ausdauer, Gesundheit und Gemeinschaft Wenn sich im Spätherbst der erste Frost auf die Wiesen rund um Goldbach legt und der Winter langsam Einzug hält, beginnt für viele Läuferinnen und Läufer eine besondere Zeit. Während andere die Laufschuhe an den Nagel hängen, startet für den Verein LAUFZiel Aschaffenburg traditionell die Winterlaufserie. Der Wintercross 2025/2026 war dabei mehr als nur eine sportliche Veranstaltungsreihe – er war Ausdruck eines Vereinsgedankens, der seit nunmehr 20 Jahren konsequent gelebt wird: gesundheitsorientierter Ausdauersport ohne Leistungsdruck, getragen von Gemeinschaft, Regelmäßigkeit und Freude an der Bewegung. An insgesamt acht Terminen zwischen dem 2. November 2025 und dem 11. Januar 2026 trafen sich die Teilnehmenden, um gemeinsam die winterlichen Strecken zu bewältigen. Regen, Kälte, Matsch oder auch klare, kalte Januartage gehörten ebenso dazu wie Gespräche vor dem Start, gegenseitige Motivation und der bewusste Umgang mit dem eigenen Leistungsvermögen. Zeiten wurden zwar gemessen und dokumentiert, doch sie standen nie im Mittelpunkt. Viel wichtiger war die Kontinuität – und genau diese spiegelt sich eindrucksvoll in den Ergebnissen wider. Kontinuität statt Bestzeiten Ein Blick auf die Ergebnisliste zeigt schnell, dass es beim Wintercross nicht um Sieg oder Platzierung ging. Vielmehr steht die Anzahl der Teilnahmen im Vordergrund. Besonders hervorzuheben sind Joachim Fieber, Stephan Stumpf und Peter Becker, die alle acht Läufe absolvierten. Acht Starts in acht Wochen – das bedeutet nicht nur sportliche Ausdauer, sondern vor allem Verlässlichkeit, Disziplin und Freude an der Bewegung, auch wenn die Bedingungen alles andere als ideal waren. Joachim Fieber, der zugleich zu den prägenden Figuren des Vereins zählt, zeigte über die gesamte Serie hinweg eine bemerkenswerte Konstanz. Seine Zeiten bewegten sich überwiegend zwischen 1:06 und 1:33 Stunden, mit einer Gesamtzeit von 11:16:29 bei acht Teilnahmen. Der Durchschnitt von 1:24:34 pro Lauf unterstreicht dabei weniger eine sportliche Ambition als vielmehr ein gleichmäßiges, gesundes Lauftempo – genau im Sinne des Vereinsgedankens. Ähnlich präsentierte sich Stephan Stumpf, der ebenfalls an allen acht Terminen teilnahm. Mit einer Gesamtzeit von 11:43:46 und einem Durchschnitt von 1:27:58 zeigte er eindrucksvoll, dass regelmäßiges Training auch in der kalten Jahreszeit möglich ist. Seine Zeiten variierten je nach Strecken- und Wetterbedingungen, was den realistischen Umgang mit Tagesform und Belastung widerspiegelt. Peter Becker komplettierte das Trio der Vielstarter. Auch er absolvierte alle acht Läufe und kam auf eine Gesamtzeit von 11:56:50. Mit einem Durchschnitt von 1:29:36 zeigte sich, dass Beständigkeit wichtiger ist als Tempo. Gerade diese Haltung ist es, die LAUFZiel Aschaffenburg seit zwei Jahrzehnten prägt.
Starke Präsenz bei sieben Teilnahmen Knapp dahinter folgten Christina Lang und Johannes Wagner mit jeweils sieben Teilnahmen. Beide zeigten nicht nur eine hohe Trainingskonstanz, sondern auch eine beachtliche Entwicklung über die Serie hinweg. Christina Lang absolvierte sieben der acht Termine und kam auf eine Gesamtzeit von 9:10:54. Ihre Einzelläufe lagen überwiegend im Bereich von etwa 1:13 bis 1:18 Stunden, mit einem Durchschnitt von 1:18:42. Besonders bemerkenswert war ihre gleichmäßige Leistung über mehrere Wochen hinweg – ein klares Zeichen für eine solide Grundlagenausdauer. Dass sie einen Termin ausließ, tat ihrer Gesamtbilanz keinen Abbruch und zeigt, dass auch Pausen im Sinne der Gesundheit bewusst akzeptiert werden. Johannes Wagner war ebenfalls an sieben Sonntagen am Start. Seine Zeiten bewegten sich zwischen 1:10 und 1:33 Stunden, was die wechselnden äußeren Bedingungen ebenso widerspiegelt wie die individuelle Tagesform. Mit einer Gesamtzeit von 9:28:57 und einem Durchschnitt von 1:21:17 zeigte er eine stabile Leistung über den gesamten Winter hinweg. Auch hier wurde deutlich: Es geht nicht um das absolute Tempo, sondern um das Dranbleiben.
Fünf Starts – ein starkes Zeichen Mit jeweils fünf Teilnahmen reihten sich Otmar Kolb und Klaus Vath in die Ergebnisliste ein. Beide nutzten die Winterlaufserie gezielt als Trainingsinstrument, ohne den Anspruch, an jedem Termin teilnehmen zu müssen. Otmar Kolb zeigte bei seinen fünf Läufen eine bemerkenswerte Konstanz. Seine Zeiten lagen zwischen 56 und 60 Minuten, mit einer Gesamtzeit von 4:48:21 und einem Durchschnitt von 57:40 Minuten. Gerade diese gleichmäßigen Zeiten sprechen für eine gute Selbsteinschätzung und einen kontrollierten Laufstil – ein Paradebeispiel für gesundheitsorientiertes Laufen. Klaus Vath absolvierte ebenfalls fünf Läufe und kam auf eine Gesamtzeit von 4:52:30. Besonders auffällig war seine Bandbreite an Zeiten, die von sehr schnellen 49:46 Minuten bis hin zu etwas ruhigeren Einheiten reichte. Der Durchschnitt von 58:30 Minuten zeigt, dass auch hier Abwechslung und Anpassung an die jeweilige Situation bewusst eingesetzt wurden.
Flexible Teilnahme ausdrücklich erwünscht Dass die Winterlaufserie kein starres Wettkampfformat ist, zeigen die Ergebnisse von Heiko Wenz und Jürgen Drössler. Heiko Wenz nahm an drei Läufen teil und kam auf eine Gesamtzeit von 4:16:21. Mit einem Durchschnitt von 1:25:27 zeigte er, dass auch eine reduzierte Teilnahme sinnvoll und wertvoll sein kann – insbesondere für Läuferinnen und Läufer, die aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht regelmäßig teilnehmen können. Jürgen Drössler schließlich absolvierte einen Lauf und erreichte dabei eine Zeit von 1:05:10. Auch dieser einzelne Start hat im Rahmen der Winterlaufserie seinen festen Platz. Er steht sinnbildlich für den offenen Charakter der Veranstaltung: Jede Teilnahme zählt, unabhängig von Häufigkeit oder Leistung.
20 Jahre Vereinsgeschichte – ein besonderer Rahmen Der Wintercross 2025/2026 stand in einem besonderen Zeichen, denn LAUFZiel Aschaffenburg feierte in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Seit der Gründung verfolgt der Verein konsequent einen anderen Ansatz als viele klassische Laufvereine. Leistungsorientierter Wettkampfsport steht bewusst nicht im Fokus. Stattdessen geht es um nachhaltige Ausdauer, Verletzungsprävention, altersgerechtes Training und soziale Einbindung. Die Winterlaufserie ist dafür das beste Beispiel. Sie bietet Struktur in einer Jahreszeit, die für viele sportlich schwierig ist, ohne Druck aufzubauen. Jeder läuft sein eigenes Tempo, Pausen sind erlaubt, Gespräche unterwegs gehören ebenso dazu wie das gemeinsame Ankommen im Ziel.
Fazit: Mehr als eine Ergebnisliste Die Ergebnisse des Wintercross 2025/2026 lassen sich nicht in Platzierungen oder Podestplätzen zusammenfassen. Ihre wahre Aussagekraft liegt in den Zahlen hinter den Namen: in der Anzahl der Teilnahmen, in der Regelmäßigkeit und im Durchhaltevermögen. Sie erzählen von Menschen, die auch im Winter aktiv bleiben wollen – nicht um schneller zu sein als andere, sondern um sich selbst etwas Gutes zu tun. Damit bleibt der Wintercross in Goldbach ein fester Bestandteil des regionalen Laufsports und ein lebendiges Beispiel für das Selbstverständnis von LAUFZiel Aschaffenburg. Zum 20-jährigen Jubiläum zeigt der Verein eindrucksvoll, dass Ausdauersport auch ohne Leistungsdruck funktioniert – gesund, gemeinschaftlich und nachhaltig.